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Berlin, den 30.04.07
Der Berliner Vollzugsbeirat (BVB) bittet die Bürger von Lichtenberg, den Umzug der JVA Düppel den Umzug der JVA Düppel positiv zu begleiten.
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Düppel im Berliner Stadtteil Zehlendorf ist so veraltet, dass sie letztes Jahr über Monate hinweg teilweise nicht genutzt werden konnte, weil es hineinregnete. Ein Neubau ist seit Jahren überällig und am bisherigen Standort geplant. Er scheiterte aber lange daran, dass es keinen Ausweichstandort für die dafür notwendige Zeit gab. Etwa zwei Jahre soll der Neubau der JVA Düppel in Zehlendorf dauern. (Nur) für diese Zeit sollen knapp hundert Gefangene in ein landeseigenes Gebäude in der Max-Brunnow-Straße in Lichtenberg verlegt werden, Gefangene im "Offenen Vollzug", die auf ihre Entlassung vorbereitet werden.
Die Leiterin der Haftanstalt Düppel, Erika Pfahls, versichert, daß es in Zehlendorf seit vielen Jahren keinerlei von der JVA ausgehenden Anlass zur Besorgnis für die Zehlendorfer Bürger gab, und es auch seit ihrem Amtsantritt (2000) keine Beschwerden von Anwohnern gegeben hat. Stattdessen kommen viele Bürgerinnen und Bürger zu den regelmäßig stattfindenden "Tagen der Offenen Tür", und informieren sich über die Arbeit und die Gärtnerei-Produkte der JVA.
Denn Strafgefangene kommen erst dann in den "Offenen Vollzug", wenn sie ihre"Eignung" für diese Form des Strafvollzuges nachgewiesen haben und, wie der Vorsitzende des BVB, Dr. Olaf Heischel, sagt, "nach Einschätzung fachkundiger Mitarbeiter (Psychologen, Sozialarbeiter, Vollzugsmitarbeiter) keine Gefahr des Entweichens oder neuer Straftaten während des Vollzuges von ihnen ausgeht".
Sie arbeiten zunächst innerhalb der Anstalt, nach ausreichender Erprobung später auch als "Freigänger", das heißt in regulären Arbeitsverhältnissen außerhalb der JVA, um sich teilweise selbst finanzieren zu können und sich eine Basis für die Zeit nach ihrer Haftentlassung zu schaffen. "Dies sind die wichtigsten und wirksamsten materiellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Resozialisierung und die Vermeidung von Straftaten", ergänzt Dr. Heischel.
Die Resozialisierung (Wiedereingliederung) gelingt umso besser, je positiver das Umfeld und die Anwohner die Arbeit des Strafvollzuges begleiten.
In Zehlendorf ist das der Fall, wie sich an der positiven Haltung der ortsansässigen Bevölkerung gegenüber der JVA und an den "Tagen der Offenen Tür" zeigt.
In Lichtenberg sollte das in den kommenden zwei Jahren nach dem zeitweiligen Umzug ebenso möglich sein und gepflegt werden.
Die Anwohner in der Umgebung des Ersatzstandortes und die Bürgerinnen und Bürger von Lichtenberg sind - wie alle Menschen, die sich für Resozialisierung interessieren - gebeten, diese freundlich zu begleiten, so, wie die Anwohner und Bürger in Zehlendorf