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PRESSEERKLÄRUNG ZUR ENTLASSUNG DES
STAATSSEKRETÄRS FLÜGGE

Der Vorstand des Berliner Vollzugsbeirats (BVB) erklärt anlässlich der Entlassung von Justizstaatssekretär Flügge:

Wir bedauern die Entlassung, da mit ihr ein sehr kenntnisreicher Fachmann für den Justizbereich und den Berliner Strafvollzug nicht mehr zur Verfügung steht. Wir gehen davon aus, dass diese Kompetenz in absehbarer Zeit fehlen wird und dass dies erheblichen Schaden verursachen kann.

Die Gründe für die Ersetzung des Staatssekretärs durch einen bisherigen Vertrauten der Justizsenatorin von der Aue, der laut Pressemitteilungen bislang in deutlich anderen Bereichen tätig war, sind uns nicht mitgeteilt worden. Wir haben der Presse des Weiteren entnommen, dass eine verzögerte Umsetzung einer Anweisung im Zusammenhang mit dem »Medikamentenskandal« und unterschiedliche Auffassungen über die Zusammensetzung einer dafür gebildeten Untersuchungskommission Gründe für die Entlassung des Justizstaatssekretärs gewesen seien.

Dass daraus bei jemandem, der die Person und Verhältnisse noch nicht kennt, Misstrauen entstehen kann, ist nachvollziehbar. Dass in der gegebenen Situation einer erst kurzen Amtszeit der Senatorin daraus eine Entlassung des sowohl fachlich qualifizierten als auch engagierten Justizstaatssekretärs folgen sollte oder gar müsste, ist von uns so nicht nachvollziehbar. Den Stand bezüglich der Aufklärung der Vorfälle in der JVA Moabit innerhalb der Senatsverwaltung für Justiz kennen wir nicht. Hinsichtlich der in der Presse im gegenwärtigen Kontext berichteten Mängel des Berliner Strafvollzuges und kolportierten Gerüchten über solche können wir aus unserer Arbeit feststellen: